Freitag, 21.08.2009 | 14:48
Überseerennen in der Heimat
Drei Wochen waren die Formel-1-Fabriken still gelegt. Jetzt ist die Formel 1 aus dem Sommerschlaf erwacht.
Auf dem Stadtkurs in Valencia beginnt für die zehn Formel-1-Teams der Saisonendspurt 2009. In den letzten Wochen seit dem Ungarn GP in Budapest stand die Entwicklungsarbeit in den Fabriken still. Die Teams hatten sich darauf geeinigt, ihren Mitarbeitern eine Sommerpause zu gönnen und gleichzeitig Kosten zu sparen. Trotzdem ließ es sich natürlich nicht vermeiden, dass der eine oder andere Ingenieur in seiner Freizeit über Verbesserungen am Auto oder Setup nachdachte. Das steckt den F1-Leuten im Blut.
So schön die Pause und die Erholung darin waren, so viel gibt es vor dem Rennen in Valencia zu tun. Der Weg von den Teamstützpunkten in England, Deutschland, der Schweiz und Italien nach Spanien ist weit. Entsprechend machten sich die Teamtrucks mit Ersatzteilen, Boxenzubehör und den Autos bereits in der vergangenen Woche auf den langen Weg an die spanische Küste.
Erschwerend kommt hinzu, dass nicht nur der Europa GP in Valencia, sondern direkt am Wochenende danach der Belgien GP in Spa-Francorchamps auf dem Programm steht. Für die Teams ist diese Herausforderung sogar komplexer und größer als aufeinander folgende back-to-back in Übersee. Die Begründung ist einfach: In Übersee wird nur das Material am Abend des Renntages versandfertig gemacht und auf den Weg zum nächsten Rennort gebracht - der Transport wird per Flugzeug abgewickelt. Bei back-to-back Rennen in Europa müssen auch die Lkw und Motorhomes ab- und am nächsten Austragungsort wieder aufgebaut werden. Das entfällt in Übersee, wo die Teams meistens in stationären Gebäuden untergebracht sind und nicht ihre eigenen Hospitality-Einheiten mitbringen.
Alles was mühsam an die Strecke transportiert wurde, muss auch wieder weg. Die Teams sind aber nur dafür verantwortlich, ihr Material sicher zu verpacken. Den Rest übernehmen die FOM und ihr offizieller Logistikpartner DHL. "Unsere Mechaniker müssen nur die Container fertig einpacken und bei der Abreise an der Strecke vor die Box stellen. Um alles andere, Abholung, Verladung, Flug, Zoll, den Transport kümmert sich die FOM." Und das klappt sehr gut. "Bei uns ist noch nie etwas verloren- oder kaputtgegangen", lobt der Toyota-Teammanager. "Ganz im Gegensatz zu normalem Fluggepäck."



