Formel 1 - Logistik // Zum letzten Mal rollen in Monza die Teamtrucks an. Im königlichen Park heißt Abschied nehmen von den Motorhomes.

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Donnerstag, 10.09.2009 | 14:37

Abschied aus Europa

Zum letzten Mal rollen in Monza die Teamtrucks an. Im königlichen Park heißt Abschied nehmen von den Motorhomes.

Wenn der Formel-1-Tross nach Monza reist, heißt es alljährlich Abschied nehmen: Beim letzten Rennen in Europa ist Endstation für einige Teammitglieder, die geliebten Motorhomes und Hospitalitys sowie die Lkw, welche Autos, Ersatzteile und Werkzeug an die Rennstrecken transportieren. Nach Monza wird wieder geflogen.

Doch bevor es zu den Abschlussrennen in Übersee geht, etwa dem Nacht Grand Prix in Singapur, mussten die F1-Logistiker ein eigenes Nachtrennen bestehen: Das von Valencia nach Spa-Francorchamps innerhalb von nur einer Woche. Innerhalb weniger Stunden verschwanden die Trucks, Zelte, Boxeneinrichtungen und Motorhomes aus dem Fahrerlager an der spanischen Küste. Die F1 machte sich auf den Weg in die belgischen Ardennen.

Bereits kurz nach 22:00 Uhr verließen die ersten Trucks das Fahrerlager in Valencia und rollten Richtung Autobahn auf ihre 36-stündige und 1.600 Kilometer lange Fahrt nach Spa. Je zwei Fahrer waren an Bord jedes Trucks, gehalten wurde nur zum Tanken und für einen Fahrerwechsel im ostfranzösischen Metz am Montagabend.

Während noch die Pressemitteilungen zum Rennen verfasst wurden, stapelten sich bereits die Kisten und Transportboxen in der Box. Denn diese wird als erstes ausgeräumt, die Autos werden erst zum Schluss verladen - selbst wenn das Rennen vierzehn statt nur sieben Tagen entfernt liegt.

Dort begann der Aufbau am Dienstag. Normalerweise treffen die Trucks bei einem Europarennen, also auch dem Großen Preis von Italien in Monza, schon am Montag ein. Da waren sie aber noch weit von Belgien entfernt. Somit fehlte in Spa ein ganzer Aufbautag. Ein weiterer Arbeitstag wurde den Mechanikern dadurch geklaut, dass die Autos schon am Mittwoch aufgebaut werden mussten. Somit hieß es die Arbeit von zwei Tagen an einem zu erledigen.

In Monza erlebten die Teams diesen Stress zum letzten Mal in diesem Jahr. Bei den Überseerennen greifen sie auf bestehende Hospitality-Anlagen zurück. Die Boxeneinrichtung wird entweder per Luftfracht eingeflogen oder ist schon seit Monaten auf hoher See unterwegs, um rechtzeitig an Ort und Stelle einzutreffen und dem Team auch in Übersee die gewohnte Arbeitsumgebung zu bieten.

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