Formel 1 - Logistik // In der Formel 1 kommt es auf Tausendstelsekunden an. Aber nicht nur auf der Strecke ist Schnelligkeit eine gern gesehen Tugend. Auch bei der Logistik ist der Speed entscheidend.

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Dienstag, 29.09.2009 | 10:36

Luftbrücke nach Singapur

In der Formel 1 kommt es auf Tausendstelsekunden an. Aber nicht nur auf der Strecke ist Schnelligkeit eine gern gesehen Tugend. Auch bei der Logistik ist der Speed entscheidend.

Das zweite Freie Training unter dem Flutlicht von Singapur werden Mark Webber und sein Red Bull Team so schnell nicht vergessen. Plötzlich landete der Australier in seinem überarbeiteten RB5 Boliden in einer der Mauern des beliebten Straßenkurses.

Für ein Stadtrennen kein ungewöhnlicher Anblick, doch bei seinem Team löste der Mauerkuss im Training einige Sorgenfalten auf der Stirn aus: Webber fuhr mit einem neuen Frontflügel, der extra für Singapur mehr Abtrieb bringen und damit Ergebnisse ermöglichen sollte. Allerdings war der Flügel so neu, so frisch aus der Entwicklungsabteilung des Rennstalls an die Strecke gebracht worden, dass man in der Box in Singapur noch gar kein Ersatzexemplar besaß!

Somit hätte Webber auf den Performancevorteil des neuen Flügels verzichten und am Samstag im Qualifying und am Sonntag im Rennen mit einer älteren Frontflügelversion Vorlieb nehmen müssen. An dieser Stelle kommt die Logistikabteilung ins Spiel. Denn in der Formel 1 sind nicht nur die Autos schnell! Auch die Logistiker sind im Dauereinsatz, um in eben solchen Notfällen die benötigten Ersatzteile rechtzeitig an die Strecke zu transportieren und zum Erfolg des Teams beizutragen.

Im Fall Webber bedeutete dies, dass ein Rettungspaket mit einem neuen Frontflügel und einigen anderen Teilen aus der Fabrik in Milton Keynes auf die Reise nach Singapur geschickt wurde. Für Webber begann die Zeit des Wartens auf den Postboten, doch die war nicht lange: Rechtzeitig zum 3. Freien Training erhielt Webber eine Eilzustellung. Der Inhalt des Pakets: Der ersehnte Frontflügel der neuesten Ausbaustufe.

Wie läuft so eine Eilzustellung ab? Bei dieser Aufgabe greift den Teams der offizielle Formel 1 Logistikpartner DHL unter die Arme. DHL ist für diesen Wettlauf mit der Zeit bestens gerüstet, nicht umsonst ist man offizieller Sponsor der schnellsten Rennrunde, der "DHL Fastest Lap".

Die Anlässe für Last Minute-Lieferungen sind schier unendlich, aber das Ziel ist immer das gleiche: ein rechtzeitiges Eintreffen an der Strecke. Für diese Spezialaufträge von Teams, Organisatoren und Sponsoren hat DHL ein "Extra Services Team" bereit stehen. Mit Expressflügen können Lieferungen an und von der Strecke innerhalb von 24 Stunden zugestellt werden. Ein On-Board-Kurier begleitet dringende Lieferungen auf der gesamten Reise, bringt sie schnellstens durch den Zoll und mit dem Hubschrauber direkt ins Fahrerlager.

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