Wer hat 2010 die Nase vorne?

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Donnerstag, 11.03.2010 | 09:30

Die Favoriten 2010

Wenn es um die Favoriten für die neue Formel 1-Saison geht, dann tauchen die Namen von vier bis fünf Teams immer wieder auf.

Es werde ein enger Kampf zwischen vier oder fünf Piloten. Soviel ist für Fernando Alonso schon einmal klar. Doch wer diese besagten Piloten sind, die 2010 um den Titel kämpfen werden, weiß der zweifache F1-Champion nicht. Für die meisten Fahrer und Verantwortlichen steht allerdings fest: Ferrari geht als großer Favorit in die neue Saison. Auch der amtierende Champion Jenson Button sieht die Roten vorne. "Wenn man ihre Zeiten und Long Runs ansieht, sind sie konkurrenzfähig - das wissen wir alle."

Dabei rechnet der Brite nicht nur mit Alonso, sondern auch mit dessen Teamkollege Felipe Massa. "Sie werden das Beste aus dem Auto herausholen", ist Button überzeugt. Neben Ferrari rechnet der McLaren-Pilot auch mit einer Überraschung in Form von Sauber. "Sauber wird einige Leute überraschen. Ich denke, sie sind schneller als die Leute glauben. Sie werden beim ersten Rennen vorne dabei sein. Es könnte fünf oder sechs Teams geben, die konkurrenzfähig sind", meinte Button. Für Teamkollege Lewis Hamilton zählen die vier üblichen Verdächtigen zu den Favoriten, plus ein paar mehr Teams.

Spitzengruppe vs. Mittelfeld

"Unsere größten Rivalen sind bei den Teams Ferrari, Red Bull, Mercedes GP, Sauber und Force India", nennt der McLaren-Pilot gleich fünf Gegner in einem Atemzug. Giorgio Ascanellis Favoriten sehen ähnlich aus: Ferrari, Red Bull, Mercedes und McLaren. "Wir dürfen nicht anfangen uns mit Red Bull, Ferrari, McLaren oder Mercedes zu vergleichen, denn die Spitzengruppe ist zu weit entfernt. Unser Gefühl sagt, dass wir seit Jerez in der Nähe des Mittelfeldes sind - mit Sauber, Williams und Renault", erklärte der Toro Rosso-Technikdirektor. Bei Red Bull sieht man mit Sebastian Vettel den eigenen Piloten vorne und auch F1-Zampano Bernie Ecclestone würde sein Geld auf den Deutschen setzen.

Vettels Favorit heißt hingegen Ferrari. "Sie haben bei den letzten beiden Tests den stärksten Eindruck hinterlassen. Wer dahinter kommt, ist egal, es geht darum, zu gewinnen. Ich hoffe, dass wir relativ bald aufschließen - Ferrari hat die beste Ausgangslage", verriet der Vizeweltmeister von 2009. Michael Schumacher tippt ebenfalls auf sein Ex-Team. Mercedes GP reiht der siebenfache Champion hinter Ferrari ein. "Unser Ziel ist es, in Bahrain nicht zu weit weg von den Besten zu sein. Die Saison ist lang und es gibt keinen Grund, warum wir nicht um die Meisterschaft mitkämpfen sollten", sagte der Deutsche. Unbeeindruckt von den Ferrari-Zeiten bei den Testfahrten zeigte sich Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Der Held der Testfahrten

"Es gab schon immer Vorschusslorbeeren und Testsieger, aber der Testsieger ist nicht zwingendermaßen der Rennsieger", erklärte Haug. In das gleiche Hörn bläst auch Rubens Barrichello. "In diesem Winter wäre es sehr einfach gewesen, der Held der Testfahrten zu sein. Wenn ich etwas Sprit herausgenommen hätte, hätte ich bei jedem Test Erster sein können. Aber hätten wir dann das gelernt, was wir jetzt wissen? Ich denke nicht", sagte der Williams-Pilot. Technikdirektor Sam Michael zeigte sich mit den Longruns von Williams zufrieden, "obwohl wir langsamer sind als Ferrari. Die anderen liegen alle innerhalb von ein paar Zehnteln".

Wenn es nach der Papierform geht, dann müssten Ferrari sowie Red Bull, McLaren und Mercedes GP 2010 die schnellsten Teams sein, aber noch herrscht Rätselraten. Keiner weiß, welches Programm die Teams bei den Testfahrten abgespult haben und mit wie viel Sprit sie tatsächlich ihre schnellen Rundenzeiten gefahren sind. Erst im Qualifying am Samstag in Bahrain wird man die lang ersehnte Antwort auf die Frage bekommen: Wer ist schnell und wer ist es nicht?

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