Ferrari dominierte die Valencia-Testfahrten

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Donnerstag, 04.02.2010 | 10:30

Valencia-Testfahrten im Rückblick

Ferrari durfte nach den Tests zufrieden Bilanz ziehen: Felipe Massa und Fernando Alonso markierten die Bestzeiten. BMW-Sauber war das Überraschungsteam.

Rot war die dominierende Farbe bei den Testfahrten in Valencia. An allen drei Testtagen fand man einen roten Boliden ganz oben auf der Zeitenliste. Am Montag und Dienstag holte Felipe Massa die Bestzeit, am Mittwoch war es Fernando Alonso. Das Überraschungsteam der Valencia-Tests hieß BMW-Sauber. Sowie Ferrari sich an allen drei Tagen die Bestzeit sicherte, fand man auf Platz zwei immer einen BMW-Sauber-Piloten.

Am Montag und Mittwoch stellte Pedro de la Rosa seinen C29 auf Platz zwei, am Dienstag hieß der Zweitschnellste Kamui Kobayashi. "Wir setzten die Arbeiten am Basissetup fort und fuhren mit unterschiedlichen Spritmengen. Das ist besonders wichtig, um die Daten aus der Simulation mit der Realität zu vergleichen. Das Auto war wieder zuverlässig, wodurch wir unser ganzes Programm durchziehen konnten", freute sich Sauber-Technikdirektor Willy Rampf. Zuverlässig war auch Robert Kubica an den drei Testtagen - allerdings in negativer Hinsicht.

Drei Rot-Phasen

Der Renault-Pilot löste an allen drei Tagen eine Rot-Phase aus. Die Ausfälle ignorierte der Pole. Der Grund: Sein Team konnte während den Tests das schlimme Untersteuern ausradieren. "Robert schien viel glücklicher zu sein und sich wohler zu fühlen", sagte Alan Permane. Die beste Action für die Fans lieferten die Piloten am letzten Testtag ab: Alonso und Jenson Button duellierten sich für einige Runden, der Spanier hing zur Freude der spanischen Fans im viel zitierten Diffusor des McLaren. Erst nach einigen Umläufen steckte Button zurück und Alonso ging vorbei. Mit Alonso, Button und Michael Schumacher trafen am letzten Testtag gleich drei Weltmeister aufeinander.

Lewis Hamilton, der Vierte im Bunde, hatte seinen Dienst bereits am Dienstag absolviert, nachdem McLaren-Testfahrer Gary Paffett den MP4-25 am Montag eingefahren hatte. Bei McLaren setzte man wieder die aus den vergangenen Jahren bekannte grüne Farbe ein, um aerodynamische Messungen vorzunehmen. Laut dem Team gab es aber keinen Grund zur Beunruhigung. Schumacher, der am Mittwoch erstmals den ganzen Tag im MGP-W01 saß, fuhr die drittbeste Zeit. Wegen eines Hydraulikproblems war für den siebenfachen Champion allerdings nach 82 Runden Schluss. Dennoch konnte er sich mit einer Zeit von 1:12.438 Minuten im teaminternen Duell gegen Nico Rosberg durchsetzen.

Probleme mit dem Sitz

Rosberg, der am Dienstag im Mercedes-Einsatz war, klagte über Probleme mit seiner Sitzposition. Innerhalb des Tages soll er eineinhalb Zentimeter hinuntergerutscht sein. "Kein Wunder, warum ich nichts mehr gesehen habe", ärgerte sich Rosberg. Mit Problemen hatte auch Toro Rosso zu kämpfen - allerdings handelte es sich dabei um Probleme technischer Natur. Nach Getriebeproblemen am Montag, konnte Sebastien Buemi zumindest am Dienstag sein Programm abspulen. Teamkollege Jaime Alguersuari knüpfte am Schlusstag daran an und arbeite an Systemchecks, der Aerodynamik, den beiden Reifenmischungen (weich und superweich) und mit verschiedenen Spritmengen. Seine überhaupt erste F1-Ausfahrt bestritt am Mittwoch Vitaly Petrov. Der Russe absolvierte den ersten Test für Renault.

"Ich habe meinen ersten Tag im Auto sehr genossen und alles lief gut", bilanzierte Petrov. "Das Auto ist beeindruckend im Vergleich zu einem GP2-Auto. Die Power und die Bremsen haben mir Spaß gemacht." Nach 30 Runden fühlte er sich so langsam wohl in seinem gelb-schwarzen Cockpit. "Ich fand das Limit des Autos und bin sehr zufrieden." Ebenfalls das erste Mal testete Nico Hülkenberg seinen Williams-Boliden. Der Deutsche spulte am Mittwoch 126 Runden im FW32 ab. "Meine ersten Eindrücke sind alle positiv. Wir sind viele Long Runs mit viel Benzin gefahren, wodurch wir eine gute Grundlage haben. Wir müssen aber weiter arbeiten", meinte der Deutsche. Insgesamt fuhr Williams an den drei Tagen - Montag und Dienstag saß Rubens Barrichello hinter dem Steuer - 1.213,5 Kilometer. "Wir haben am Setup und Long Runs gearbeitet", erklärte Technikchef Sam Michael.

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