Bobsport

Freitag, 31.10.2014

Mit den Postkutschen durch den Eiskanal: Ein echter Blickfang

Die Partnerschaft der Deutschen Post mit der Eisarena Königssee soll zum Erfolg führen. Weltmeister Manuel Machata freut sich auf einen coolen Nebeneffekt.

Die "Deutsche Post Eisarena Königssee" ist die älteste und zugleich modernste Kunsteisbahn der Welt. Die 1960 als Rennrodelbahn eröffnete und seit 1968 als erste Kunsteisbahn der Welt betriebene Sportstätte bietet noch ein weiteres Novum: 2004 wurden auf der Bahn am Königssee erstmals in der Geschichte des Weltverbandes FIBT gemeinsame Weltmeisterschaften im Bob und im Skeleton ausgetragen. 2011 wurden erneut WM-Medaillen am Königssee vergeben, nachdem die Bobfahrer schon 1979 und 1986 ihre Weltmeister im Berchtesgadener Land kürten.

Manuel Machata, Viererbob-Weltmeister von 2011: "Schnelligkeit, Dynamik und Verlässlichkeit, das verkörpert wohl beide Partner. Wir werden alles dafür tun, damit wir die 'Postkutschen' erfolgreich durch den Eiskanal bringen. Und ein besonderer Nebeneffekt ist auch cool: Die gelb-schwarzen Blitze in der 'Formel 1 des Winters' werden ein Blickfang sein."

Deutschland verfügt mit seinen vier Kunsteisbahnen über einen nicht unbedeutenden Standortvorteil. Der Betrieb einer solchen Sportanlage ist natürlich kostenintensiv. Darüber hinaus richtet der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) jährlich mit seinen Partnern eine Vielzahl an nationalen und internationalen Wettkämpfen und Meisterschaften aus.

"Das Engagement im BSD geht weit über den normalen Rahmen hinaus", sagte Thomas Schwab, BSD-Generalsekretär. "Die Deutsche Post ist Namensgeber der Kunsteisbahn am Königssee - ab sofort die "Deutsche Post Eisarena Königssee" - und unterstützt dort die Weltcups im Bob und Skeleton sowie im Rennrodeln. Wir freuen uns sehr, dass wir neben unseren anderen Förderern einen weiteren sehr starken Partner an unserer Seite haben. Das gibt uns Planungssicherheit für die nächste Olympiade und sichert professionelles Arbeiten im Sinne sportlicher Erfolge bis zu den Winterspielen 2018 in Pyeongchang 2018."

Das Eislabyrinth am Ufer des Königssees war Bestandteil der Salzburger Olympia-Bewerbung für 2014. Auch bei der Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018 war die traditionelle Eisbahn als Austragungsort vorgesehen. Der in den letzten Jahren modernisierte Eiskanal im Berchtesgadener Land weist für die Bobs und Skeletons eine gemessene Rennstrecke von 1244 Metern auf. Den Kreisel, auch Turbodrom genannt, miteingeschlossen, werden zwölf Kurven durchfahren, wobei Höchstgeschwindigkeiten von 130 km/h erreicht werden.

"Wenn ein so renommiertes, weltbekanntes Unternehmen wie die Deutsche Post sich bei uns engagiert, dann ist es zugleich auch ein Anspruch für uns, tagtäglich Weltklasse zu verkörpern", sagte Cheftrainer Christoph Langen. "Genau diesen Grundsatz verfolgen wir. Wir freuen uns auf den nach-olympischen Winter mit einem neuen Partner und wollen bei der Heim-Weltmeisterschaft im Februar in Winterberg das Vertrauen zurückgeben."