Bobsport

Freitag, 31.10.2014

Bob statt Rennauto: Neuland für Speed-Akademiker: Speed-Spektakel am Königssee

Die Förderpiloten der Deutsche Post Speed Academy sind mit Highspeed bestens vertraut. Am Königssee wartete allerdings ein Erlebnis der besonderen Art.

Tausche vier Räder für zwei Kufen: Für die sechs Förderpiloten der Deutsche Post Speed Academy stand ein Geschwindigkeits-Spektakel der besonderen Art auf dem Plan. Im Rahmen eines Workshops hatten die jungen Talente die Gelegenheit, echte Wintersport-Luft zu schnuppern. In der "Deutsche Post Eisarena Königssee" tauschten die Förderkandidaten das gewohnte Rennwagencockpit gegen einen pfeilschnellen Bob ein. Unter der Anleitung erfahrener Profi-Wintersportler wie Manuel Machata, dem Viererbob-Weltmeister von 2011, erkundeten die Speed-Akademiker völliges Neuland.

Vom Anschieben bis zum Abbremsen lernten die Youngsters sämtliche Abläufe des Bobsports kennen. Bei den Trainings der deutschen Bob-Nationalmannschaft am Ufer des Königssees konnten sie den Profis über die Schulter schauen und hilfreiche Eindrücke gewinnen. "Ich habe die Jungs genau beobachtet und viele Gemeinsamkeiten zum Motorsport festgestellt", sagte Maximilian Günther. "Auch im Bobsport ist Teamwork entscheidend. Nur wenn alles perfekt passt, kommt am Ende eine Top-Zeit heraus. Es war faszinierend zu sehen, wie absolut fokussiert die Bobpiloten gerade beim Start zu Werke gingen. Dieses Zusammenspiel hat sich mir besonders eingeprägt."

Zuschauen ist schön, selber fahren noch schöner: Marvin Kirchhöfer, Tim Zimmermann und Co. durften zum Abschluss selbst in einen der schwarz-gelben Renn-Bobs steigen. Gemeinsam mit erfahrenen Profisportlern an Bord ging es dann zur schnellen Hatz durch den engen Eiskanal. Zwölf Kurven erwarteten die Motorsport-Nachwuchstalente in der "Deutsche Post Eisarena Königssee", darunter legendäre Passagen wie Schlangengrube, Turbodrom und Echowand. Bei mehr als 120 km/h wirkten Kräfte von bis zu 5 g auf die Speed Academy-Förderpiloten ein.

Nur rund 50 Sekunden dauerte eine schnelle Runde auf der ältesten und zugleich modernsten Kunsteisbahn der Welt. Genügend Zeit auf der 1.244 Meter langen Piste, um die jungen Motorsportler nachhaltig zu beeindrucken. "Die Fahrt mit mehr als 120 km/h hat sich viel schneller angefühlt als ich es erwartet hatte", sagte Jason Kremer stellvertretend für seine Kollegen. "Es fühlte sich etwas an wie in einem Rennauto durch Monaco zu fahren - da war Tunnelblick angesagt. Die Bob-Fahrt hat riesigen Spaß gemacht und es ist großartig, dank der Speed Academy eine solch einzigartige Gelegenheit erhalten zu haben."

Mit dem vierten Wertungszeitraum biegt die Speed Academy 2014 auf die Zielgerade ein. Noch einmal heißt es für die sechs Förderkandidaten Punkte sammeln - bei speziellen Workshops genauso wie auf der Rennstrecke. Ende November bildet dann traditionell die Verleihung des Titels "Deutschlands Motorsport-Talent des Jahres" den Abschluss der Saison.