Bobsport

Montag, 15.12.2014

Splitter: Siege für Friedrich, Geisenberger und Co: Gezeigt wie es geht

Francesco Friedrich sorgt in Lake Placid für großen Jubel im deutschen Bob-Lager. Natalie Geisenberger setzt Super-Serie in Calgary fort.

Bob: Doppel-Erfolg für Deutschland

Hervorragender Start für die deutschen Bob-Cracks beim Weltcup-Auftakt in Lake Placid: Francesco Friedrich und Anschieber Thorsten Margis gewannen das erste Saisonrennen im Zweierbob. Das deutsche Duo setzte sich auf der Olympiabahn mit 17 Hundertstelsekunden gegen Oskars Melbardis/Daumants Dreiskens aus Lettland durch. "Wir haben gezeigt, dass es geht und wir wieder gewinnen können", freute sich Friedrich, jüngster Bob-Weltmeister der Geschichte, nach dem Erfolg.

Nur einen Tag später sorgte das Vierergespann um Maximilian Arndt für den nächsten deutschen Sieg. Mit gerade einmal einer Hundertstel Vorsprung gewannen Arndt, Kevin Korona, Joshua Bluhm und Ben Heber nach zwei Läufen vor der Mannschaft des Russen Alexander Kasjanov. Arndt: "Ein perfekter Tag mit einem großartigen Team."

Rodeln: Perfekte Serie fortgesetzt

Natalie Geisenberger knüpfte in Calgary nahtlos an ihre bisherigen Saisonerfolge an. Die Olympiasiegerin gewann auch das vierte Saisonrennen und führt die Gesamtwertung weiter an. Geisenberger sicherte sich ihren insgesamt 27. Weltcup-Sieg vor der Kanadierin Alex Gough. Beim anschließenden, zu dieser Saison neu eingeführten Sprint Weltcup reihte sich Geisenberger hinter Siegerin Gough und Erin Hamlin (USA) auf dem dritten Platz ein.

Wie Geisenberger, setzten auch die Doppelsitzer Toni Eggert/Sascha Benecken ihre perfekte Saisonbilanz in Kanada fort. Das schnelle Duo aus Thüringen gewann sein viertes Rennen in Folge nach der schnellsten sowie drittschnellsten Zeit in den beiden Läufen. Am Folgetag mussten sich Eggert/Benecken in Lake Placid mit dem zweiten Platz begnügen. Der Laufsieg im Sprint Weltcup ging an ihre Landsmänner Tobias Wendl und Tobias Arlt.

Unterdessen sorgte Rennrodler Felix Loch beim Weltcup in Kanada für ein weiteres Erfolgserlebnis aus deutscher Sicht. Der Berchtesgadener erreichte den zweiten Platz hinter Sam Edney, dem vor heimischer Kulisse als erstem Kanadier der Geschichte ein Weltcup-Sieg gelang. Wegen schwieriger Witterungsbedingungen wurde lediglich ein Lauf ausgetragen. "Als ich das Wetter sah, wusste ich, dass wir einen lustigen Tag haben werden", sagte Loch anschließend.

Skeleton: Achtungserfolg beim Debüt

Tina Hermann gelang ein mehr als eindrucksvolles Debüt ihrer Weltcup-Karriere. Die 22-Jährige fuhr in Lake Placid bei ihrem ersten Weltcup-Rennen gleich auf den vierten Platz. Nur 33 Hundertstelsekunden fehlten Hermann, die zum ersten Mal in Lake Placid an den Start ging, zu Platz drei. Beim Weltcup-Auftakt der Skeletonis siegte die Britin Elisabeth Yarnold knapp vor Elisabeth Vathje aus Kanada. Bei den Herren verpasste Axel Jungk das Podium ebenfalls nur knapp. Der 23-Jährige erzielte Platz vier und war damit erfolgreichster deutscher Pilot auf der Olympiabahn von 1932 und 1980.