Bobsport

Donnerstag, 08.01.2015

Splitter: Loch am Königssee das Maß aller Dinge: Eine unglaubliche Kulisse

Felix Loch brilliert in der Deutsche Post Eisarena Königssee. Maximilian Arndt und Anja Schneiderheinze trumpfen bei den Deutschen Meisterschaften auf.

Rodeln

Lokalmatador Felix Loch war beim Heimspiel in der Deutsche Post Eisarena Königssee das Maß aller Dinge. Bei der vierten Weltcup-Station sicherte sich der viermalige Weltmeister seinen insgesamt 21. Weltcup-Sieg. Damit baute Loch seine Gesamtführung weiter aus. "Es ist unglaublich hier vor der Kulisse und den Freunden hier zu gewinnen. Ich freue mich jetzt auf die nächsten Rennen in Deutschland, bevor es dann zur WM nach Lettland geht", freute sich der 25-Jährige. Nach Bestzeiten in beiden Läufen hatte Loch am Ende mit einer Gesamtzeit von 1:39.716 Minuten beeindruckende 0,70 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Andi Langenhahn.

Ähnlich erfolgreich verlief der Heim-Weltcup am Königssee für Natalie Geisenberger. Die 26-Jährige feierte vor heimischer Kulisse den 28. Weltcup-Erfolg ihrer Karriere. Mit dem fünften Saisonsieg im sechsten Rennen baute Geisenberger ihren Vorsprung in der Gesamtwertung weiter aus. "Bisher ist es sehr gut gelaufen in dieser Saison und die ersten Weltcups geben mir natürlich Rückenwind für die WM im Februar in Sigulda", sagte Geisenberger. Hinter der Kanadierin Alex Gough belegte Dajana Eitberger den dritten Platz in der Deutsche Post Eisarena Königssee.

Ein großer Erfolg gelang auch dem Zweiergespann Tobias Wendl/Tobias Arlt in der traditionsreichen Sportstätte am Rande des Königssees. Die Olympiasieger fuhren zu Beginn des neuen Jahres zu ihrem zweiten Saisonsieg. Damit verwiesen Wendl/Arlt die Weltcupführenden Toni Eggert/Sascha Benecken auf den zweiten Platz. Das Top-Duo Eggert/Benecken liegt im Gesamtklassement weiter mit 570 Punkten an der Spitze. Wendl/Arlt belegen nach ihrem 25. Weltcup-Sieg den zweiten Rang mit 500 Zählern.

Bob

Maximilian Arndts Sportjahr 2014 endete mit einem Paukenschlag: Am 31. Dezember krönte sich der 27-Jährige zum neuen Deutschen Meister im Viererbob. Auf der WM-Bahn von Winterberg beherrschte Arndt von Beginn an das Geschehen in der Eisbahn-Königsdisziplin. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Alexander Rödiger, Kevin Korona und Ben Heber entschied er beide Läufe für sich und verwies Nico Walther am Ende mit 0,18 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz.

Der Junioren-Weltmeister, angeschoben von Marco Hübenbecker, Andreas Bredau und Philipp Wobeto, sorgte mit der Bestzeit im zweiten Lauf einmal mehr für Aufsehen - doch an Arndt gab es kein Vorbeikommen. Albrecht Klammer belegte den dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Winterberg. Dem nationalen Meister von 2012 fehlten im Gesamtklassement 0,27 Sekunden auf die Spitze.

Francesco Friedrich verpasste das Podium als Vierter nur knapp. Der aktuell Weltcupführende im Zweierbob ließ den früheren Weltmeister Manuel Machata hinter sich, der sich mit dem fünften Platz begnügen musste. "Die ganze harte Arbeit, die Mühe und die Zusammenstellung eines Weltklasse-Teams war jetzt alles für die Katz", war der körperlich angeschlagene Machata sichtlich enttäuscht.

Somit musste Machata auch auf eine Nominierung für das Weltcup-Team zur zweiten Saisonhälfte verzichten. Cheftrainer Christoph Langen entschied sich für Francesco Friedrich und Nico Walther, der sich zuvor die Deutsche Meisterschaft im kleinen Schlitten gesichert hatte, im Zweierbob. Albrecht Klammer und Johannes Lochner komplettieren das Aufgebot. Im Viererbob starten der frisch gebackene Deutsche Meister Maximilian Arndt, Francesco Friedrich und Nico Walther.

Bei den Damen fiel die Weltcup-Wahl auf Anja Schneiderheinze, Stefanie Szczurek und Cathleen Martini. Schneiderheinze nimmt die zweite Weltcup-Hälfte mit großem Selbstvertrauen in Angriff. Die 36-Jährige gewann in Winterberg erstmals die Deutsche Meisterschaft. Nach dem finalen Lauf hatte sie 0,30 Sekunden Vorsprung auf Martini, die zum fünften Mal den zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften belegte. Carolin Zenker komplettierte das Podest als Dritte.

Skeleton

Jacqueline Lölling heißt die neue Deutsche Meisterin im Skeleton. Die gerade einmal 19-Jährige gab in Winterberg klar den Ton an und setzte sich mit Bestzeiten in beiden Läufen gegen Tina Hermann und Sophia Griebel durch. Bei den Herren triumphierte Alexander Gassner und feierte damit den Gewinn seiner zweiten Deutschen Meisterschaft. Der 25-Jährige verwies Axel Jungk und Christopher Grotheer auf die Plätze zwei und drei.