Bobsport

Montag, 12.01.2015

Splitter: Sensations-Sieg durch Nico Walther: Einfach nur unglaublich

Nico Walther schafft Sensations-Sieg in Altenberg. Maximilian Arndt rechtzeitig fit für Auftritt am Königssee. Deutsche Skeleton-Asse knapp am Podium vorbei.

Bob

"Es ist einfach nur unglaublich. Ein unbeschreibliches Gefühl!" Nico Walther rang am Wochenende in Altenberg sichtlich mit Worten. Dem 24-Jährigen war die große Sensation gelungen: Er feierte den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere. Walther gelang das Kunststück im Viererbob während der dritten Weltcup-Station auf seiner Heimstrecke. Der Sachse hatte sogar doppelten Grund zur Freude. Am Vortag hatte sich der Weltcup-Neueinsteiger den dritten Platz in der Zweierbob-Entscheidung gesichert und war damit zum ersten Mal auf das Podium gefahren.

Walther, angeschoben von Andreas Bredau, Marko Hübenbecker und Christian Poser, siegte nach zwei Läufen mit einer Gesamtzeit von 1:48.11 Minuten vor dem Weltcup-Führenden und Olympia-Zweiten Oskars Melbardis aus Lettland. "Ganz große Klasse, wie er cool geblieben ist und dann diesen zweiten Lauf da herunter gezogen hat", lobte Bundestrainer Rene Spies.

Francesco Friedrich kam mit seinen Teamkollegen Jan Speer, Joshua Bluhm und Thorsten Margis nicht über den sechsten Platz hinaus. Bei seinem Heimspiel belegte er nach dem ersten Durchgang Rang drei, konnte im zweiten Lauf aber nicht an seine Leistung anknüpfen. Im Viererbob-Gesamtklassement belegt der Weltmeister im kleinen Schlitten aktuell den vierten Rang.

Für Maximilian Arndt verlief das Wochenende in Altenberg nicht nach Plan. Der zuvor Weltcup-Führende stürzte im ersten Durchgang und musste den zweiten Lauf auslassen. Nach einer Untersuchung gab Teamarzt Doktor Heinzinger glücklicherweise Entwarnung.Arndt zog sich neben Schnittwunden am Kinn Prellungen im Nacken sowie eine leichte Gehirnerschütterung zu. Beim Viererbob-Weltcup in der Deutsche Post Eisarena Königssee am 18. Januar geht der Weltmeister wieder an den Start.

Bei den Damen schrammte Bob-Athletin Cathleen Martini knapp an einem Podestplatz in Altenberg vorbei. Der Weltcup-Gesamtsiegerin von 2012 fehlten nur 0,04 Sekunden für einen Platz unter den besten Drei. Martini ordnete sich am Ende hinter der Weltcup-Gesamtführenden Elena Meyers Taylor aus den USA, der Belgierin Elfje Willemsen und Kaillie Humphries (Kanada) auf dem vierten Platz ein. Weltcup-Debütantin Stefanie Szczurek und Anja Schneiderheinze fuhren auf die Plätze fünf und sechs.

Skeleton

Für die deutschen Skeleton-Cracks reichte es in Altenberg nicht ganz für Podestplätze. Tina Hermann reihte sich nach zwei Läufen zeitgleich mit Sophia Griebel auf der vierten Position ein, übernimmt aber die Führung in der Gesamtwertung. Nach der dritten von insgesamt acht Weltcup-Stationen liegt Debütantin Hermann mit 584 Punkten vor Griebel (552 Punkte) an der Spitze.

Auch die deutschen Skeleton-Herren gingen in Altenberg leer aus. Axel Jungk fehlten als Viertplatziertem lediglich 0,03 Sekunden für den Sprung aufs Podium. Immerhin: Der 20-jährige Kilian von Schleinitz schaffte es als Neunter zum ersten Mal in seiner Weltcup-Karriere in die Top-10. Jungk liegt in der Gesamtwertung auf dem dritten Platz.