Bobsport

Mittwoch, 28.01.2015

Loch und Geisenberger setzen Dominanz fort: Zuversichtlich zur WM

Von St. Moritz nach Winterberg: Die deutschen Wintersportler erlebten erneut ein erfolgreiches Wochenende. Der aktuelle Splitter aus der Welt des Wintersports.

Bob

Ein deutsches Trio trumpfte bei der 5. Weltcup-Station im mondänen St. Moritz auf: Francesco Friedrich fuhr im großen Schlitten auf den zweiten Platz, Maximilian Arndt belegte Podestplatz drei. Teamkollege Nico Walther verpasste das Podium als Vierter nur knapp. Geschlagen geben mussten sich die deutschen Viererbob-Cracks lediglich dem Weltcup-Führenden Oskars Melbardis. Friedrich fehlten nach zwei Läufen nur 0,18 Sekunden auf den Letten. In der Gesamtwertung konnte sich der 24-Jährige auf den zweiten Rang verbessern. "Wir sind super happy, dass wir endlich wieder einmal zwei gute Läufe hinunter brachten. Das stimmt uns sehr zuversichtlich auf die anstehende WM in Winterberg", sagte Friedrich.

In der Zweierbob-Entscheidung von St. Moritz verpasste Friedrich unterdessen einen Platz unter den besten Drei. Sein ordentlicher vierter Rang wurde aus deutscher Sicht überstrahlt von BSD-Kollege Johannes Lochner. Der 24-Jährige erreichte bei seinem Weltcup-Debüt auf Anhieb den fünften Platz auf der ältesten Natureisbahn der Welt. "Die Läufe waren nicht ganz in Ordnung", sagte Lochner, Neffe des Olympia-Zweiten von 1992, Rudi Lochner. "Aber die Startzeiten waren wieder sehr gut und darüber bin ich sehr happy."

Bei den Damen knüpfte Anja Schneiderheinze in St. Moritz nahtlos an ihre bisherigen Top-Leistungen an und erzielte ihren ersten Saisonsieg. Damit rückt die Weltmeisterin von 2005 in der Gesamtwertung immer näher an die Spitze heran. Hinter der Gesamtführenden Elena Meyers Taylor (USA/1043 Punkte) belegt Schneiderheinze den zweiten Rang mit 995 Zählern. Hinter der strahlenden Siegerin fuhr Teamkollegin Cathleen Martini beim 5. Weltcuplauf auf den zweiten Platz.

Rennrodeln

Felix Loch ist weiterhin nicht aufzuhalten. Der dreimalige Olympiasieger setzte sich bei der sechsten Weltcup-Station der Rennrodler in Winterberg in beeindruckender Manier gegen die internationale Konkurrenz durch. Mit seinem dritten Sieg in Folge baute Loch seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Vor dem nächsten Rennen in Lillehammer belegt er den ersten Platz mit 230 Punkten Vorsprung auf Andi Langenhahn. Für den Vize-Weltmeister reichte es nach einem Fahrfehler im zweiten Lauf nur zu Rang 16.

Bei den Doppelsitzern spitzt sich der Kampf um den Weltcup-Gesamtsieg immer weiter zu. Am vergangenen Wochenende in Winterberg legte das Duo Toni Eggert/Sascha Benecken vor und sicherte sich seinen fünften Saisonsieg. Ihre großen Konkurrenten, Tobias Wendl und Tobias Arlt, hatten das Nachsehen und mussten sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Im Gesamtklassement konnten Eggert/Benecken ihren Vorsprung auf 70 Punkte gegenüber Wendl/Arlt ausbauen.

In der Damenwertung setzte Natalie Geisenberger ihre dominante Serie auch in Winterberg fort. Siebter Sieg beim achten Weltcup-Lauf der Saison - Geisenberger toppt derzeit alles. Im Gesamtklassement baute die 26-Jährige nach dem insgesamt 30. Weltcup-Erfolg ihre Führung weiter aus. Das Winterberger Rennrodel-Podium war ohnehin fest in deutscher Hand: Hinter Geisenberger belegten Dajana Eitberger und Anke Wischnewski die Plätze zwei und drei.

Skeleton

Tina Hermann reist mit der Gesamtführung im Gepäck von der fünften Weltcup-Station der Saison in St. Moritz ab. Die 22-Jährige verpasste das Podium mit Platz fünf, behält die Nase im Gesamtklassement aber vorn. Hermann liegt mit 959 Punkten auf dem ersten Rang, muss sich aber gegen Janine Flock verteidigen. Die Österreicherin feierte ihren ersten Weltcup-Sieg in St. Moritz und hat als Gesamtzweite nur noch 15 Punkte Rückstand auf Hermann.

Für die deutschen Skeleton-Herren reichte es in St. Moritz abermals nicht zu einem Podestplatz. Hinter Sieger Martins Dukurs aus Lettland war Axel Jungk auf Platz sechs bestplatzierter deutscher Starter. Im Gesamtklassement konnte der 23-Jährige den dritten Rang hinter Martins und Tomass Dukurs verteidigen.