Bobsport

Montag, 30.11.2015

Ein guter Start: Das deutsche Skeleton-Team am Beginn der Weltcup-Saison

Die neue Weltcup-Saison im Skeleton hat begonnen. Die deutsche Mannschaft will einen guten Start - in doppelter Hinsicht.

Skeleton-Bundestrainer Jens Müller möchte neben guten Ergebnissen bei den ersten Wettbewerben von seinen Athleten generell Verbesserungen beim Start ihrer Läufe auf der Eisbahn sehen. Die Sportler legen dabei den Grundstein für ihre kopfüber ausgeführten und weit über 100 km/h schnellen Fahrten. "Die Entwicklung geht aber bereits in eine positive Richtung. Eigentlich alle in der Nationalmannschaft haben sich am Start verbessert", berichtet Müller, der 1988, noch als Rodler, Gold bei den Olympischen Spielen von Calgary holte.

Besondere Aufmerksamkeit verspricht in dieser Saison die Weltmeisterschaft in Innsbruck-Igls. Doch Müller denkt langfristiger: "Unsere Mannschaft ist jung, das große Ziel lautet Olympia 2018 in Pyeongchang. In Igls wollen wir eine Medaille holen." Bei der WM Anfang dieses Jahres klappte das schon sehr gut. Die Mannschaft gewann Gold im Teamwettbewerb und die erst 20 Jahre alte Jacqueline Lölling wurde Zweite bei den Damen - ohne jemals auch nur ein einziges Weltcup-Rennen bestritten zu haben.

"Ich hatte einfach Spaß bei der Weltmeisterschaft, das war für mich eine Zugabe, nachdem ich dieJunioren-WM gewonnen hatte. Außerdem kam natürlich hinzu, dass es in Altenberg stattfand. Da hatte ich großen Rückhalt und viel Unterstützung durch Freunde und Familie", erzählt die aus dem Siegerland stammende Lölling. Auf die vom Bundestrainer anvisierte Verbesserung am Start angesprochen erklärt sie lachend: "Es ist ganz schön schwer, so gebückt zu laufen, dann noch mit dem Schlitten in der Hand."

Bei den Herren gehört Axel Jungk zu den Favoriten. Der Sachse wurde in der Saison 2014/2015 Dritter im Gesamtweltcup sowie Teamweltmeister. Große Vorgaben hat er sich für den kommenden Winter jedoch nicht gemacht. "Ich habe nie große Ziele, ich will immer nur Spaß haben. Ich möchte mir selbst keinen Druck machen. Wenn ich mir Ziele setze, geht das immer nach hinten los. Stattdessen kann ich jetzt ganz locker rangehen", so Jungk. Er bereitet sich gemeinsam mit Bob-Weltmeister Francesco Friedrich auf diese Saison vor. "Das tut mir sehr gut. Wir funktionieren als Team", sagt der 24-Jährige.

Foto: BSD