Bobsport

Donnerstag, 31.12.2015

Premieren-Siege bei den Deutschen Meisterschaften: Jungk und Hermann triumphieren in Altenberg

Bei der Skeleton-DM in Altenberg setzten sich mit Axel Jungk und Tina Hermann die Favoriten durch. Für beide war es der erste nationale Titel.

Zwei Favoriten-Siege gab es bei den Deutschen Skeleton-Meisterschaften im sächsischen Altenberg. Im DKB-Eiskanal im Osterzgebirge setzte sich bei den Männern erstmals Axel Jungk vom BSC Sachsen OBB durch. Jungk, aktuell Drittplatzierter im Gesamtweltcup, holte sich in beiden Durchgängen die Lauf-Bestzeit. Für ihn stand am Ende eine Gesamtzeit von 1:54.11 zu Buche. Im zweiten Durchgang knackte Jungk gar als Einziger die 57-Sekunden-Marke.

Auf den weiteren Podiumsplätzen landeten nach zwei Läufen Christopher Grotheer vom BSR Oberhof sowie Michael Zachrau, der für den WSV Oberhof startet. Grotheer fuhr zwei Mal die zweitschnellste Laufzeit und verlor am Ende 28 Hundertstelsekunden auf Jungk. Zachrau holte sowohl in Lauf eins als auch im zweiten Durchgang die drittschnellste Zeit. Ihm fehlten am Ende 46 Hundertstelsekunden auf den Sieger.

Bei den Frauen landeten die Dominatorinnen der bisherigen Weltcup-Saison, Tina Hermann (WSV Königssee) und Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland), ganz vorne. Hermann drückte dem Wettbewerb eindrucksvoll ihren Stempel auf. Sie schaffte als Einzige sowohl im ersten als auch im zweiten Lauf eine Zeit unter 59 Sekunden. Entsprechend groß war im Ziel der Vorsprung auf Lölling. Die Skeleton-Fahrerin vom RSG Hochsauerland hatte am Ende 1,24 Sekunden Rückstand nach zwei Läufen. Dennoch war Löllings zweiter Platz nie ernsthaft in Gefahr. Anna Fernstädt auf Position drei lag ihrerseits 55 Hundertstelsekunden hinter Lölling.

Das Fazit von Skeleton-Cheftrainer Jens Müller fällt nach der DM zwiegespalten aus: "Bei den Frauen sind mir die Zeitabstände von der Siegerin zu den anderen Starterinnen viel zu groß. Das spricht natürlich für Tina, aber im Umkehrschluss kann ich als Cheftrainer mit den anderen Damen da natürlich nicht zufrieden sein. Bei den Männern ist die Leistungsdichte viel höher. Wir können hier eine sehr positive Entwicklung im Anschlussbereich feststellen."