Daniel Abt
Rennberichte
Montag, 26.07.2010 | 12:52
Daniel Abt überzeugt auch auf dem
Nürburgring
Im Rahmenprogramm des Truck Grand Prix auf dem Nürburgring zeigte Daniel Abt wieder einmal sein Talent und begeisterte die Zuschauer mit einer tollen Aufholjagd.
Nur eine Woche, nachdem Daniel seinen ersten Sieg in der Formel 3 gefeiert und damit auch die Tabellenführung im Formel-3-Cup an sich gerissen hatte, musste er diese schon wieder verteidigen. Auf dem Nürburgring holte er sich die Pole Position für das erste Rennen des Wochenendes. „Und das, obwohl ich mich zu Beginn der Session gedreht hatte und durchs Kiesbett rodelte“, freute er sich. Seinen härtesten Titelrivalen Tom Dillmann schlug er um 0,033 Sekunden.
Im zweiten Zeittraining drehte der Franzose den Spieß um und gewann die Session vor Daniel. „Platz zwei ist zwar generell in Ordnung, aber Tom hat mir mit seinem Vorsprung ordentlich einen auf den Deckel gegeben“, fasste Daniel ehrlich und sportlich fair zusammen. Routinier Dillmann brummte dem Rookie nämlich einen Rückstand von fast einer halben Sekunde auf.
Auch den Start zum ersten Lauf erwischte Dillmann besser als Daniel und beide gingen nebeneinander in die erste Kurve. „Dann traf mich von hinten plötzlich Stef Dusseldorp, weil er sich massiv verbremste. Ich denke, diese Kollision war unnötig, Stef hat viel zu spät gebremst.“ Erst mit großem Rückstand konnte Daniel dem Feld hinterher jagen. „Nach einer Runde lag ich 15 Sekunden hinter dem Letzten.“
Doch Aufgeben war keine Option für den Youngster, stattdessen schaltete er um auf maximalen Angriff. „Es ging erstaunlich gut durch das Feld“, lobte er seine Kontrahenten und letztendlich auch sich selbst. Am Ende sollte es Rang fünf werden und damit war Daniel sehr zufrieden. „Nach dem Zwischenfall in der ersten Kurve ist der fünfte Platz für mich extrem erfreulich, es ist fast wie ein Sieg. Schade nur, dass mir wegen des frühen Unfalls viele Punkte durch die Lappen gingen.“
Nach dem zweiten Lauf des Wochenendes war der Sohn von DTM-Teamchef Hans-Jürgen Abt weniger glücklich, obwohl er als Dritter auf das Podest klettern durfte. „Ich war zu langsam“, analysierte er. „Sowohl Tom Dillmann als auch Felix Rosenqvist waren zu schnell für mich. Die Abstimmung meines Autos blieb nach dem ersten Rennen unverändert, weil ich da ja sehr schnell war. Umso unerwarteter war, dass ich im zweiten Lauf nicht den Speed der beiden vor mir mitgehen konnte. Es klingt zwar blöd, aber nach dem fünften Platz vom Vortag war ich wesentlich glücklicher als nach dem dritten Rang heute.“
Da Dillmann auch Rennen zwei gewann, ist er in der Gesamtwertung nun wieder an Daniel vorbeigezogen. „Die nächsten Rennen finden in zwei Wochen in Assen statt und da greife ich wieder voll an. Die Saison ist noch lange nicht beendet und mein klares Ziel ist der Titelgewinn.“


