Heiko Hammel
Rennberichte
Montag, 18.05.2009
Heiko Hammel mit toller Aufholjagd
Heiko Hammel, Neuling in der Deutsche Post Speed Academy, überzeugte beim Saisonauftakt des Seat Leon Supercopa auf dem Hockenheimring mit einer schönen Aufholjagd.
Der 20 Jahre alte Rennfahrer aus Baden-Württemberg verpokerte sich im Zeittraining und musste das erste Rennen von der 17. Startposition aus aufnehmen. Er arbeitete sich mit einer guten Vorstellung bis auf den achten Platz nach vorne. Am Sonntag gewann er noch einmal drei Positionen und sah die Zielflagge als Fünfter.
Für Heiko Hammel begann die Saison nicht nach seinen Vorstellungen. Der neunte Platz im freien Training machte ihm allerdings noch keine Sorgen. „Im freien Training oder beim Testen probieren wir immer einige Dinge aus. Bei mir hatte zudem keine Runde wirklich gepasst, aber ich war zuversichtlich für das Qualifying.“
Doch im Zeittraining lief es immer noch nicht nach Plan. „In den ersten Minuten war die Strecke nicht ganz nass und nicht ganz trocken. Sie wurde immer besser und die Rundenzeiten immer schneller. Als wir dann auch auf Slicks wechseln wollten, fing es gerade wieder zu regnen an. „Damit war die Zeitenjagd für mich beendet.“ Heiko musste sich mit Platz 17 zufrieden geben, von dem er das erste Rennen des Jahres aufnehmen würde.
Im Samstags-Lauf machte er in der ersten Runde schon einen Sprung um fünf Ränge, einen weiteren Umlauf hatte er bereits P11 inne. Bis zur elften Runde dauerte dann der nächste erfolgreiche Angriffsversuch. Seinen Teamkollegen Alexander Rambow packte er in Runde sieben und war fortan Neunter. Bis ins Ziel fand Heiko dann keinen Weg mehr vorbei an seinem Vordermann Patryk Pachura, doch der Pole wurde aufgrund technischer Unregelmäßigkeiten an seinem Seat Leon später aus der Wertung genommen. So wurde Heiko schließlich auf dem achten Rang notiert.
„Mein Ziel war eigentlich die Top 6, denn dann hätte ich für die Startaufstellung des zweiten Laufs von der Reversed-Grid-Regelung profitiert. Ich habe mein Auto zu Beginn überfahren, deshalb war es in der zweiten Hälfte nicht mehr optimal. Für einen Angriff auf Patryks achten Platz hatte es nicht mehr gereicht. Von meinem Einstand in die neue Saison bin ich etwas enttäuscht.“
Für den Sonntag hatte der Youngster sich vorgenommen, „möglichst viele Punkte mitzunehmen und Schadensbegrenzung zu betreiben.“ Damit begann er schon in der ersten Runde, er gewann eine Position. Im vierten Umlauf profitierte er vom Unfall der beiden Kontrahenten Matthias Luger und Damian Sawicki, der ihn auf den P6 vorspülte. In der Schlussphase zog er auch an Alex Plenagl vorbei und wurde als Fünfter abgewinkt.
„Alex war viel langsamer als ich. Ich habe es oft versucht, aber ich bin einfach nicht vorbei gekommen. Erst in der vorletzten Runde hatte ich Erfolg, allerdings war es viel zu spät, um mich noch weiter nach vorne zu orientieren. Es ist schade, denn ich hätte gerne noch gezeigt, dass ich den Speed für die vorderen Plätze gehabt hätte.“
In der Gesamtwertung wird Heiko auf dem fünften Rang geführt. Das nächste Rennen des Seat Leon Supercopa steigt in zwei Wochen auf dem EuroSpeedway Lausitz.


