Heiko Hammel
Rennberichte
Dienstag, 02.06.2009
Heiko Hammel zweimal auf dem
Siegertreppchen
Nach seinem enttäuschenden Saisonauftakt vor zwei Wochen in Hockenheim machte Heiko Hammel, Neuling im Förderkader der Deutsche Post Speed Academy, am EuroSpeedway Lausitz alles besser.
Das Qualifying des Seat Leon Supercopa beendete er als Dritter und auch die beiden Rennen verliefen für Heiko Hammel eher nach seinem Geschmack. Am Samstag wurde er als Dritter abgewinkt, am Sonntag trotz einer nicht ganz optimalen Abstimmung seines Seat Leon sogar als Zweiter. In der Gesamtwertung machte er einen Sprung auf den vierten Platz.
Schon der Einstieg in das Wochenende verlief erfreulicher als beim ersten Saisonrennen. Heiko fuhr die zweitschnellste Runde im freien Training am Freitagmittag, sein Rückstand auf Leader Mario Dablander betrug gerade einmal 0,055 Sekunden. „27 Minuten lang war ich Erster, erst in den letzten drei Minuten bin ich auf P2 zurückgefallen. Aber macht nichts, wir wussten, dass es hier für uns gut ausschaut.“
Doch nach dem Qualifying war Heiko nicht mehr zufrieden. „Ich habe meinen neuen Reifensatz nicht perfekt nutzen können, sonst wäre mehr möglich gewesen. Immerhin war der Rückstand mit einer Zehntelsekunde auf P1 nicht allzu groß. Mit dem dritten Platz bin ich nicht wirklich glücklich, denn ich wollte eigentlich auf die Pole Position.“
Im ersten Lauf umrundete Heiko den 3,478 Kilometer langen Kurs in der Niederlausitz auf Rang drei, ehe sich Christer Jöns an ihm vorbei schob. Christer attackierte weiter und machte auch vor dem Führenden Thomas Marschall nicht halt. „Ich hatte mir schon fast gedacht, dass es nicht gut gehen kann“, sagte Heiko. „Christer hat zu schnell versucht, an Thomas vorbeizufahren. Manchmal ist abwarten besser als sofort anzugreifen.“ Jöns drehte sich bei der Attacke auf die Führung und fiel auf P4 zurück. „Ich habe den dritten Platz zwar geschenkt bekommen, weil Christer sich drehte. Aber ich habe ihn auch erhalten, weil ich vernünftiger gefahren bin als er.“
Als Dritter des Vortags startete Heiko wegen der Reversed-Grid-Regelung im zweiten Lauf des Wochenendes von der vierten Startposition. „Vor dem Rennen wussten wir nicht, ob es regnen würde oder nicht. Laut Wetterbericht sollte es kurz vor unserem Rennen einen Schauer geben. Wir sind mit der Abstimmung auf Nummer sicher gegangen und haben ein Mittelding zwischen Regen- und Trocken-Set-Up gewählt. Dann wäre ein während des Rennens einsetzender Schauer für uns nicht ganz so schlimm gewesen.“ Doch der Regen kam nicht. „Damit war ich dann von der Abstimmung her nicht so gut bedient“, fasste Heiko zusammen. Dennoch schaffte der Burgmann Racing-Pilot abermals den Sprung auf das Podest.
„Mit dem zweiten Platz bin ich unter diesen Umständen absolut glücklich. Zweimal an einem Wochenende auf dem Podium zu stehen ist eine klasse Ausbeute für mich. Das habe ich in meiner Karriere im Seat Leon Supercopa zum ersten Mal geschafft.“
Mit seinen 31 Punkten, die er aus der Lausitz mitbringen konnte, liegt Heiko nun auf Tabellenplatz vier. Das nächste Rennwochenende steigt in vier Wochen auf dem Norisring in Nürnberg.


