Heiko Hammel
Rennberichte
Montag, 29.06.2009
Heiko Hammel von Motorproblemen gebremst
Beim Saisonhöhepunkt auf den Nürnberger Norisring hatte Heiko Hammel nicht das Glück auf seiner Seite.
Das Wochenende begann mit einem aus Sicht von Heiko und seinem Team guten und produktiven freien Training. „Wir haben einige Dinge am Auto ausprobieren können und gute Erkenntnisse sammeln können. Ich bin optimistisch ins Qualifying gegangen.“
Doch ab dem Zeittraining fingen die Probleme für Heiko an und sie sollten bis zum Ende des zweiten Rennens nicht mehr aufhören. „Mir fehlten bis zu 15 Kilometer pro Stunde Geschwindigkeit. Auf den Geraden hatte ich keine Chance.“ Solchermaßen behindert sprang für Heiko nur der 16. Startplatz raus. „Danach haben wir uns bis fast Mitternacht mit der Datenaufzeichnung beschäftigt, um den Fehler zu finden. Wir haben alle möglichen Teile ausgetauscht und gehofft, dass das Problem nun gelöst sei.“
Vor dem ersten Rennen kamen neue Sorgen auf die Fahrer des Seat Leon Supercopa. Es regnete in Strömen. Der Start des Rennens wurde immer wieder verschoben, weil die Rennleitung die Wassermassen auf der Strecke als zu gefährlich ansah. „Es waren wirklich extreme Bedingungen. Wenn man nicht ganz vorne fährt, sondern in der Gischt von anderen, dann sieht man gar nichts. Es war sicher nicht ganz ungefährlich, aber ich will nicht jammern.“ Heiko fuhr mit Verstand, riskierte nicht zu viel und wurde immerhin als Elfter abgewinkt. „Im Regen kannst Du nur auf der Ideallinie fahren, denn daneben ist noch weniger Grip. Also kann man nicht wirklich an einem vorbeifahren, denn dafür müsste man ja die Ideallinie verlassen. Es sei denn, der Vordermann macht einen Fehler.“
Am Sonntag ging es in das zweite Rennen und dieses Mal mussten sich die Piloten nicht auf strömenden Regen einstellen. „Im Trockenen fällt es wesentlich eher auf, wenn man ein Problem mit dem Motor hat. Ich habe wieder viel auf den Geraden verloren, bestimmt hundert Meter. Die konnte ich in den Kurven immer wieder aufholen, so dass ich den Anschluss an die Gruppe vor mir halten konnte. Mein Ingenieur meinte, ich sei fahrerisch sehr gut gewesen“, war Heiko stolz auf seine persönliche Leistung. Mehr als der neunte Rang war unter diesen Umständen aber nicht machbar.
„Ich denke, der Motor ist kaputt. Er wurde während des zweiten Rennens immer heißer, was eventuell für Reibung spricht. Leider hatten wir zu Beginn der ganzen Probleme nicht damit gerechnet, dass der Motor defekt ist, denn einen Motorschaden gibt es im Supercopa nur ganz selten. Nun werden wir den Motor und alle Teile austauschen und gründlich checken, bevor wir in drei Wochen in Zandvoort wieder angreifen.“


