Montag, 12.07.2010 | 11:09
Finde dich selbst, und du findest den Weg
zum Erfolg.
Wie „ticke“ ich und was sind meine besonderen Stärken? Was sind meine Ziele und wie kann ich sie erreichen? Die Fragen klingen auf den ersten Blick einfach. Die richtigen Antworten zu kennen, ist aber von grundlegender Bedeutung, um erfolgreich zu sein.
Tanja Baum und die Trainerinnen der Kölner Agentur für Freundlichkeit sind spezialisiert auf Führungskräfte-Coachings. Normalerweise. Für die Deutsche Post Speed Academy machen sie eine Ausnahme. Gemeinsam mit den Nachwuchsrennfahrern der Akademie erforschen sie deren Persönlichkeitsprofil, Entwicklungspotenziale, Ziele und Lebensvorstellungen.
Das Klosterhospiz Neresheim bei Aalen bietet hierfür ideale Voraussetzungen. Zwei Tage lang werden die Tagungs- und Seminarräume zur handyfreien Zone erklärt. Zwei Tage lang sind die Speed Academy Kandidaten komplett – na ja, fast komplett – von der Außenwelt abgeschnitten. Volle Konzentration auf die Person, die man morgens im Spiegel sieht, lautet die Devise.
„Ganz klar, Berufsrennfahrer werden und in meinem Sport maximal erfolgreich sein!“ Dieses Ziel steht nicht nur bei Christopher Mies ganz weit vorne. Aber schon bald zeigt sich: Was das konkret bedeutet und wie dieses Ziel erreicht werden kann, hängt entscheidend davon ab, wie man selber „gestrickt“ ist.
Um das herauszufinden, haben die Speed Academy Kandidaten vor dem Workshop per Fragebogen einen Einblick in ihr Ich gegeben. Die Auswertung bildet den Einstieg in die Arbeit vor Ort. Heiko Hammel ist verblüfft: „Das ist schon erstaunlich, wie genau Tanja Baum mich einzuschätzen wusste. Respekt. Jetzt habe ich es endlich mal schwarz auf weiß, was mich wirklich ausmacht.“
Mangament-Coach Tanja Baum erklärt die für einen Motorsport-Workshop ungewöhnliche Vorgehensweise: „Rennsport ist Wettbewerb pur. Damit ähnelt er in vieler Hinsicht den Arbeitsbedingungen im Top-Management. Also arbeiten wir hier mit denselben Methoden und Tools, die wir auch bei unseren Führungskräfte-Coachings einsetzen, natürlich angepasst auf die Lebens- und Entwicklungssituation der Nachwuchsrennfahrer. Auch für uns ist das eine sehr spannende Erfahrung.“
Doch damit nicht genug. Auch am nächsten Tag geht es ans Eingemachte. In Einzelgesprächen und Gruppenarbeit wird genauestens analysiert: Welche Ereignisse waren in der Vergangenheit für mich besonders wichtig und was hat mir hier weitergeholfen? Wo stehe ich heute und was will ich in Zukunft erreichen? Keine Frage bleibt unbeantwortet, kein Aspekt unberücksichtigt. Schritt für Schritt werden so nicht nur die persönlichen Ziele klarer definiert, sondern auch der Weg dahin fixiert.
„Ganz schön anstrengend, sich zwei volle Tage auf so ein komplexes Thema zu konzentrieren,“ meint Speed Academy Rookie Max Sandritter. Aber die Arbeit hat sich gelohnt. Am Ende des Workshops sind alle erschöpft, aber definitiv einen großen Schritt weiter: in Richtung Selbstfindung und damit auch in Richtung persönlicher Erfolg.



