Freitag, 30.07.2010 | 12:08
Früh übt sich, wer ein Racer werden will.
Das Nachwuchs-Kart-Training der Deutsche Post Speed Academy hat mittlerweile schon Tradition. Auch bei der diesjährigen Auflage auf der Outdoor-Kartbahn des Kartclub Kerpen waren die schnellen Kleinen – fast – nicht zu bremsen.
Christopher Mies ist begeistert: “Die Jungs haben ja richtig Speed. Klein wie die Micky Mäuse, aber schnell wie Raketen.” Er und fünf aktuelle oder ehemalige Speed Academy Förderkandidaten von Max Sandritter über David Mengesdorf bis René Rast und Marc Hennerici haben an diesem verregneten Montag die Rennfahrerrolle mit der Instruktorrolle getauscht. Den Chef-Instruktur gibt Jury-Mitglied Christian Menzel, und sie alle zusammen haben alle Hände voll zu tun.
Schließlich warten rund 30 neugierige Bambini- und Junioren-Kartfahrer zwischen acht und zwölf Jahren gespannt darauf, mit ihren mitgebrachten Karts auf die Piste zu gehen. Doch zuerst heißt es Zuhören. Beim Fahrer-Briefing im Clubhaus werden die Spielregeln erläutert. Und Christian Menzel wird deutlich: “Ich möchte, dass ihr alle – und wenn ich alle sage, dann meine ich alle – diese Regeln genau einhaltet. Sonst funktioniert das hier nicht.” Die Zuhörer sind beeindruckt.
Na, dann kann es ja losgehen. Die Kart-Kids umrunden die Strecke, und die Instruktoren haben sich an den kritischsten Streckenpunkten positioniert, um hilfreiche Sofort-Tipps zu geben. Zusätzlich werden die Fahrpausen zur intensiven Auswertung des sportlichen Geschehens und für wichtige Technik-Tipps genutzt. Bremsen, Chassis-Set Up, Reifen, Einstellwerte – diese und viele andere Themen werden ausgiebig diskutiert. Besonders knifflig: Anhand eines Streckenplans müssen die Teilnehmer beschreiben, wie das Kart bei Fahrmanövern reagiert.
Erst das Mittagessen unterbricht das Training. Doch nicht für lange. Schon bald ist wieder Vollgas auf der Rennstrecke angesagt. Diesmal steht eine besondere Spezialität auf dem Trainingsplan: die Startprozedur. Formation Lap, Rennabbruch und vieles mehr werden simuliert, bevor sich die Teilnehmer am Ende noch in einem Probe-Rennen messen können. Speed Academy Jury-Mitglied Christian Menzel erklärt: “Dieses Jahr haben wir den Workshop ganz bewusst für Fortgeschrittene ausgelegt. Viele der Jungs waren ja schon letztes Jahr bei unserem Training dabei, und es sollte schließlich keine Langeweile aufkommen.”
Schnell – viel zu schnell – ist der Tag vorbei. Dass alle an diesem Tag ziemlich nass geworden sind, hat keinen gestört. Schließlich ging es um etwas viel Wichtigeres: Lernen, wie man die Konkurrenten auf der Strecke nass macht. Und auch die Speed Academy Kart-Instruktoren hatten ihren Spaß. Daniel Abt und Marc Hennerici unisono: “Eine tolle Sache, dieses Training. Wenn man sieht, wie die mitmachen, wie engagiert die bei der Sache sind. Nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder dabei.”
Und weil das die anderen ganz genau so sehen, ist das Speed Academy Kart-Training 2011 bereits beschlossene Sache.



