Speed Academy // Mit acht Siegen, 14 Podestplätzen und dem Titelgewinn drückte Pascal Wehrlein dem ADAC Formel Masters 2011 seinen Stempel auf und entschied zusätzlich die Speed Academy für sich.

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Mittwoch, 21.12.2011

Interview – Pascal Wehrlein

Mit acht Siegen, 14 Podestplätzen und dem Titelgewinn drückte Pascal Wehrlein dem ADAC Formel Masters 2011 seinen Stempel auf und entschied zusätzlich die Speed Academy für sich.

Was war das für ein Jahr – wenn du an diese Saison zurückdenkst, wird dir da nicht selber unheimlich?
Pascal Wehrlein:Unheimlich wird mir da eigentlich nicht, aber diese Saison lief wirklich so, wie man es sich wünscht. So stellt man sich ein perfektes Jahr vor und es war wirklich großartig. Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Schritt.

Für dich war es die zweite Saison im ADAC Formel Masters, aber die erste mit der Deutsche Post Speed Academy. Was hat sichdadurch verändert?

Pascal Wehrlein: Vor allem bekommt man sehr viel mehr Aufmerksamkeit. Das Interesse der Öffentlichkeit mit der Speed Academy als Partner ist wesentlich höher; wenn man in einem solchen Programm ist,wird man einfach wesentlich öfter erwähnt. Außerdem müssen wir an die Speed Academy Berichte verfassen, weshalb ich die Dinge nun wesentlich besser analysiere und verinnerliche. Wegen des gesteigerten Interesses hat mir das Medientraining mit Kai Ebel sehr geholfen. So ist beispielsweise das Geben von Interviews vor laufender Kamera sehr wichtig und in diesem Punkt hat mich dieses Training positiv verändert.

Ein professioneller Rennfahrer muss heutzutage nicht nur schnell auf der Rennstrecke sein, sondern viele weitere Kompetenzen mitbringen. Wobei hilft dir die Deutsche Post Speed Academy abseits der Strecke?
Pascal Wehrlein: Neben dem Medientraining, das wirklich sehr gut war, haben wir noch diverse Workshops zu fahrzeugtechnischen Aspekten durchlaufen. So haben wir uns beispielsweise von Eibach und Bilstein erklären lassen, wie Feder und Dämpfer funktionieren und wie man dieses Wissen in die Praxis umsetzt. Das war alles sehr interessant und wichtig, denn ich weiß jetzt genau, wie ich reagieren muss, wenn das Fahrzeug auf die eine oder andere Weise reagiert.

Wie ist der Kontakt zur Deutsche Post Speed Academy entstanden?

Pascal Wehrlein: Ich habe mich damals bei der Speed Academy beworben und habe erst einmal eine Art Bewerbungsgespräch geführt. Ich bin dort in die engere Auswahl gekommen und bin nach Bonn eingeladen worden. Dort fanden dann tiefergreifende Gespräche statt. Dort wurde dann entschieden und ich war sehr glücklich, als ich erfahren habe, dass ich ausgewählt wurde.

Ein Jahr später hast du 100.000 Euro Fördergeld für deinen Sieg von der Speed Academy erhalten und es geht für dich in die Saison 2012. Logischer Schritt wäre die GP3 oder Formel 3. Wo dürfen wir dich erwarten?
Pascal Wehrlein: Ich habe GP3- und Formel-3-Fahrzeuge getestet, die leicht unterschiedlich sind. Ein GP3-Fahrzeug ist etwas schwerer und daher träger zu fahren; es lenkt nicht so zackig ein wie ein Formel-3-Auto. Außerdem ist beim GP3-Fahrzeug der Motor etwas stärker und hat, weil es sich im Gegensatz zur Formel 3 um einen Turbomotor handelt, eine ganz andere Leistungscharakteristik. Ein Formel-3-Auto ist agiler und hat keine Wippschaltung wie die GP3, doch die Zeiten sind in etwa gleich und zu große Unterschiede gibt es nicht.Zum jetzigen Zeitpunkt sieht es so aus, als würde ich in der Formel 3 Euroserie an den Start gehen. Entschieden ist natürlich noch nichts, aber die Tendenz geht in Richtung Euroserie.

Was traust du dir im internationalen Motorsport auf längere Sicht zu?
Pascal Wehrlein:Natürlich will ich im Motorsport etwas erreichen und Erfolg haben. Und das natürlich am liebsten in der Formel 1, weshalb dies mein Ziel ist.

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