Speed Academy // Bei der Moto GP gingen die Speed Academy Förderkandidaten jetzt dem Erfolgsgeheimnis der Motorrad-Profis auf den Grund.

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Montag, 09.07.2012

Auf der Suche nach dem Sieger-Gen.

Bei der Moto GP gingen die Speed Academy Förderkandidaten jetzt dem Erfolgsgeheimnis der Motorrad-Profis auf den Grund.

Sachsenring. Moto GP 2012. Eines der herausragenden Ereignisse im europäischen Rennsport-Kalender. Fast 200000 Motorrad-Fans pilgern auch dieses Jahr wieder nach Hohenstein-Ernstthal, um Casey Stoner, Valentino Rossi, Stefan Bradl und vielen anderen zuzujubeln.

Mittendrin auch die Speed Academy Förderkandidaten. Bereits am Donnerstag starten sie zu einer Exkursion durch das Fahrerlager, gehen auf eine Moto GP Entdeckungsreise, forschen nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Zweirad- und Vierrad-Rennsportlern. Beim Team Kiefer Racing informieren sie sich über die Moto2 Serie, fachsimpeln mit Stefan und Jochen Kiefer sowie Pilot Max Neukirchner über die Anforderungen an Mensch und Material. 

Schon geht es weiter zu Red Bull. Im Red Bull Rookies Cup lernen schon die Jüngsten, was man alles braucht, um irgendwann mal zu den Großen des Motorradrennsports zu gehören. Das fängt bei knallharter Selbstdisziplin an und reicht über die perfekte Beherrschung des zweirädrigen Sportgeräts bis zur Bewältigung und Verarbeitung von Unfällen. 

Florian Alt, 16-jähriger Red Bull Nachwuchsfahrer und Führender im Rookies Cup, plaudert aus dem Nähkästchen: "Facebook-Gebastel und Freundin? Nein. Dafür habe ich keine Zeit. Ich muss die ganze Woche alles für meinen Sport geben. Und trotzdem bin ich in der Schule einer der Besten." Die Speed Akademiker staunen nicht schlecht.

Nicht weniger beeindruckend: die Einblicke, die die Sport 1 Moderatoren Eddie Mielke und Alex Hofmann – selber ehmaliger Moto GP Pilot – den Jungs ermöglichen. Direkt in den Boxen, im Ü-Wagen und an der Rennstrecke informieren sie die Nachwuchsfahrer über ihre Arbeit als Reporter, darüber, was ein Motorradrennfahrer an solch einem Rennwochenende alles auf dem Radar haben muss, und welche hohen Anforderungen an Mut, Disziplin und Ausdauer gestellt werden. Und geben ihnen gleich noch ein paar passende Tipps für den Umgang mit Medienvertretern mit auf den Weg.

Freitagmittag. Ortswechsel. Jetzt geht es weg von der Rennstrecke und ins Wasserschloss Klaffenbach in Chemnitz. Tanja Baum und Michaela Kemmerich, Persönlichkeits-Coaches und Trainer der Agentur für Freundlichkeit, übernehmen. Sie kennen die Speed Academy schon von zahlreichen Workshops. Gemeinsam mit den Förderkandidaten arbeiten sie das bisher Erlebte bis ins kleinste Detail auf. Was ist das Entscheidende am Verhalten der Motorradrennfahrer? Wo sind Unterschiede und Gemeinsamkeiten zur Situation im Autorennsport, den die Speed Akademiker ausüben? Was kann man für seine eigene Karriere aus all dem lernen? Alles wird diskutiert und in persönliche Erfolgs- und Verhaltensregeln umgesetzt.

Sven Müller gibt zu: "Die Jungs müssen schon verdammt mutig sein. Wo bei uns das Monocoque bei Unfällen noch eine ganze Menge abfedern kann, ist bei denen ja jede gefahrene Runde eine einzige Mutprobe." Und Jason Kremer ergänzt: "Das sind für mich richtige Helden, die bei Niederlagen im wahrsten Sinne das Wortes schnell wieder aufstehen müssen. Ich jedenfalls habe für mich gelernt, mich in Zukunft von Rückschlägen noch weniger beeindrucken zu lassen als bisher."

Beobachten. Analysieren. Für sich selber umsetzen. So lernen die Speed Academy Talente in diesen zweieinhalb Tagen am Sachsenring viele Dinge, die sie bei ihren nächsten Renneinsätzen noch konzentrierter, noch fokussierter und damit noch erfolgreicher machen werden.

Schließlich ist Erfolg im Motorsport Kopfsache. Auf vier Rädern genauso wie auf zwei.

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