Speed Academy

Montag, 03.11.2014

Entschleunigung mal anders.

Richtig bremsen ist für einen Rennfahrer mindestens genauso wichtig wie richtig Gas geben. Grund genug für die Speed Academy, dem Thema Bremsen mal gründlich auf den Grund zu gehen.

Meuspath am Nürburgring. Hier ist das Black Falcon Team zuhause. Und hier treffen sich die Speed Akademiker an diesem Oktobertag zum Bremsen-Workshop. Der Grund: Black Falcon ist nicht nur äußerst erfolgreich im GT- und Langstreckensport unterwegs, sondern auch Entwicklungspartner von Pagid RS. In der TMD Friction Gruppe, weltgrößter Hersteller von Bremsbelägen, zählt Pagid RS zu den Top-Marken. Und auch im Rennsport ist Pagid RS eine feste Größe.

Man hat es also mit Fachleuten zu tun. Das merken die vollzählig vertretenen Speed Academy Förderkandidaten schon beim Thoerieteil. Aufbau und Funktionsweise einer Bremse werden bis ins Kleinste seziert.

Welche Werkstoffe kommen zum Einsatz? Welchen Belastungen sind Bremsen ausgesetzt? Jede Menge Hintergrundwissen, das TMD Friction und Black Falcon hier auffahren – pointiert ergänzt durch Einwürfe aus Rennfahrersicht von Christian Menzel. Das Speed Academy Jury-Mitglied hat es sich nicht nehmen lassen, persönlich beim Workshop dabei zu sein. Schließlich will er wissen, wo Kirchhöfer, Kremer und Co. leistungsmäßig stehen kurz vor Ende der Speed Academy Saison 2014.

Maximilian Günther ist begeistert: „Dass bei der Vollbremsung eines Sportwagens Kräfte von rund 2 500 PS an der Bremse zerren, hätte ich nicht gedacht. Da wird einem erst klar, was so ein Bauteil aushalten muss.“

Nachmittag. Jetzt geht´s an die Praxis. In der Black Falcon Werkstatt – hier werden unter anderem die Renner für die VLN Langstrecken-Meisterschaft präpariert – folgt die Workshop-Fortsetzung am fahrenden Objekt. Gemeinsam mit einem Black Falcon Ingenieur analysieren die Speed Academy Piloten am Mercedes SLS AMG GT3, wieviel Bremstechnik im begrenzten Raum eines Rads untergebracht ist. 

Jan Derenbach, Black Falcon Teammanager, erläutert: „Auch wenn die meisten der Nachwuchsfahrer im Formelsport unterwegs sind – ich denke, durch diesen Workshop mit TMD Friction und uns bekommen sie ein Gefühl dafür, wie man über den richtigen Umgang mit der Bremse seine Rennperformance steigern kann. Ein Fahrer, der das nicht beherzigt, landet schnell mal im Kiesbett.“

Apropos Gefühl: Ein Gefühl dafür, was Mechaniker bei einem Bremsenwechsel auszustehen haben, bekommen die sechs Speed Academy Jungs am Ende des Workshops. Einmal Bremsen wechseln am GT3 Rennwagen heißt die Aufgabe. Los geht´s. Die Stoppuhr läuft. Eine Minute 30, zwei Minuten 30. Marvin Kirchhöfer zeigt sich beeindruckt: „Wir hatten jetzt Ruhe und keinen Stress. Wenn man bedenkt, dass Profi-Mechaniker das beim Boxenstopp an einer kochend heißen Bremse in deutlich weniger als einer Minute hinbekommen, dann kann ich nur sagen: Respekt.“

Der Mann hat´s erkannt: Die Bremse ist im Motorsport eben ein heißes Thema. Gut also, dass es solche Speed Academy Workshops wie diesen mit TMD Friction und Black Falcon gibt.