Timo Glock akklimatisierte sich mit Jogging rund um die Rennstrecke

Timo Glock News // Timo wird demnächst die Jungfernfahrt mit dem brandneuen Virgin-Cosworth machen

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Dienstag, 26.01.2010 | 10:30

Die ersten Meter gehören Timo

Timo Glock wird demnächst die Jungfernfahrt mit dem brandneuen Virgin-Cosworth in Silverstone unternehmen: "Wie beim ersten Date mit einem Mädel"

Das Team Virgin Racing arbeitet zurzeit an den letzten Details des neuen Formel-1-Fahrzeugs, Timo Glock holt sich unterdessen den entscheidenden körperlichen Schliff im Trainingslager in Spanien. In wenigen Tagen wird der sympathische Odenwälder zur ersten Fahrt mit seinem neuen Boliden ausrücken. Glock, der wegen seiner Fähigkeiten als Entwickler beim Team als Ratgeber oft gefragt ist, darf die ersten Meter absolvieren.

"Ich bin schon ganz heiß auf den Test. So etwas ist immer ein ganz besonders spannender Moment", beschreibt der 27-Jährige. "Bei einem solchen Shakedown gibt es ein umfangreiches Programm. So etwas ist immer Funktionstest und Einstellfahrt in einem. Immerhin bewegt man das neue Auto erstmals auf einer Rennstrecke. Man schaut dann, wie es sich anfühlt."

Bei der allerersten Probefahrt aktiviert Timo all seine Sensoren, um dem Team möglichst viele Eindrücke schildern zu können. "Man spielt nach und nach alle Funktionen durch und überprüft sie", beschreibt der Formel-1-Pilot, der für sein großes Kämpferherz bekannt ist. "Man testet die Arbeit des Getriebes, der Hydraulik und der Elektronik. Letztlich gleicht man aerodynamische Daten ab und schaut, ob sie den vorher berechneten Werten entsprechen."

Beim dreitägigen Test in Silverstone kommt viel Arbeit auf Glock und das Team Virgin Racing zu. Zuverlässigkeit vorausgesetzt, müssen möglichst viele Kilometer absolviert werden, um dem Wagen intensiv auf den Zahn zu fühlen. "Die Arbeit schafft man an einem einzigen Tag kaum. Es werden dermaßen viele Szenarien durchgespielt. Als Fahrer ist man hoch konzentriert, das gilt für die Techniker genauso. Es werden alle entscheidenden Leute an der Box sein."

Beim Shakedown Anfang Februar wird zunächst nur auf flüssige Abläufe und weniger auf schnelle Rundenzeiten geachtet. "Darauf kommt es nun wirklich nicht an", erklärt Timo. "Ich bewege das Auto in einem soliden Tempo und fahre möglichst konstant. So ab und zu versucht man natürlich schon, etwas näher ans Limit zu gehen. Aber auf Zeitenjagd können wir im Februar in Silverstone ohnehin nicht gehen - erst recht nicht auf der Kurzanbindung der Strecke."

Nicht nur aus technischer Sicht ist der erste Funktionstest vor den offiziellen Formel-1-Testfahrten in Spanien wichtig. "Auch für mich als Fahrer ist das spannend. Es entwickelt sich automatisch sofort eine Beziehung zum Fahrzeug. Wie bei einem ersten Date mit einem Mädel", schmunzelt Timo. Mit einem breiten Grinsen fügt er hinzu: "Bei einem Mädel merkst du auch sofort, ob es passt oder nicht. Meine neue Dame mit vier Rädern wird bestimmt sehr attraktiv sein."

Dabei gilt - ebenso wie bei der menschlichen Kontaktaufnahme - das Motto: Auf die inneren Werte kommt es an. "Für mich als Pilot muss es einfach passen. Damit meine ich nicht nur die Dinge wie Motor, Getriebe, Fahrwerk oder Elektronik, sondern auch ganz banal erscheinende Bauteile. Für mich ist es unglaublich wichtig, dass der Sitz passt und die Pedale optimal platziert sind. Nur so kann ich genau spüren, wie sich das Auto auf der Strecke verhält."



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