Timo Glock News // Timo Glock über den Testwinter mit seinem neuen Team Virgin Racing und die Erwartungen für die kommenden Wochen

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Donnerstag, 04.03.2010 | 10:02

Glock: "Noch keine Bilanz möglich"

Timo Glock über den Testwinter mit seinem neuen Team Virgin Racing und die Erwartungen für die kommenden Wochen

Die Zeit der großen Probeläufe ist vorbei, bald wird es in der Formel 1 wieder ernst. Für Timo Glock ist die Saisonvorbereitung nach dem Ende der Testfahrten in Barcelona allerdings noch längst nicht abgeschlossen. Der sympathische Hesse wird in dieser Woche zwei weitere Tage im Simulator des Teams in Großbritannien arbeiten. "Ich nutze jede Gelegenheit, um das Team und das Auto voranzubringen", erklärt der 27-Jährige.

"Wir haben noch reichlich Arbeit, weil wir bei den Tests mehrfach technische Probleme hatten", so der Wersauer. Der Virgin VR-01 wurde bei den Probeläufen immer wieder von hartnäckigen Hydraulikdefekten gestoppt. "Natürlich wäre es besser gewesen, wenn wir mehr Kilometer hätten fahren können. Aber ich bin ganz sicher, dass wir diese Sorgen in Zusammenarbeit mit unseren technischen Partnern bald verscheuchen können."

"Das grundsätzliche Gefühl ist nach wie vor gut", freut sich der Pilot im Team Virgin Racing. "Vor allem mit vollen Tanks macht unser Wagen einen richtig guten Eindruck. Das ist vor allem in Zeiten des neuen Tankverbots wichtig. Aber eine regelrechte Bilanz kann man jetzt noch nicht ziehen. Lasst uns die ersten Rennen abwarten."

Vor allem gleich beim ersten Formel-1-Auftritt des Teams erwartet man große Fortschritte. Die Technikabteilung um Nick Wirth hat viele Neuteile entworfen, die in Bahrain erstmals getestet werden sollen. Virgin Racing verzichtet als einzige Mannschaft auf teure Windkanalversuche und entwickelt allein per Computational Fluid Dynamics (CFD) am Computer.

"Wir haben schon viele Werte bezüglich des neuen Aerodynamikpakets gesehen. Sie deuten darauf hin, dass uns eigentlich ein großer Schritt gelingen müsste. Bisher war es so, dass sich alle Daten auch immer auf der Strecke bewahrheitet haben", drückt Glock seinen Optimismus aus. Dabei schraubt der 27-Jährige die Erwartungen nicht zu hoch - Realismus ist angesagt. "Ich habe immer gesagt, dass die ersten Rennen für uns Testfahrten werden. Aber darauf freue ich mich schon sehr."

Nicht nur an der Aerodynamik und an der Hydraulik des VR-01 wird bis zum Saisonstart gearbeitet. Das Team wird in den kommenden Tagen auch einem persönlichen Wunsch von Timo nachkommen. "Ich mag es einfach lieber, wenn ich einen Dämpfer am Gaspedal habe", erklärt der Hesse. "Vor allem bei Bodenwellen wird es dann kontrollierbarer. Für mich ist das wichtig. Und eines ist klar: Wenn ich mein Gefühl im Gasfuß besser nutzen kann, dann bin ich schneller!"

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