Mittwoch, 10.03.2010 | 11:52
Timo Glock in Bahrain: Hitze, Sand und
Vollgas
Timo Glock und sein neues Team Virgin Racing sind bereit für das erste Rennen der neuen Formel-1-Saison.
Dabei steht für den ihn in diesem Jahr eine ganz neue Herausforderung auf dem Programm. Gemeinsam mit seinem neuen Team Virgin Racing will der schnelle Hesse möglichst rasch den Anschluss zum Mittelfeld herstellen. Bereits zum ersten Rennen des Jahres bringt die britische Mannschaft viele neue Teile für den VR-01 mit.
Vor genau einem Jahr hatten die Piloten der Formel 1 noch Zeit. Die Saison 2009 startete erst Ende März, die Teams konnten also noch einige Verbesserungen an ihre Fahrzeuge bauen. In diesem Jahr war die Vorbereitung kompakter, das erste Rennen steht bereits am kommenden Sonntag auf dem Programm. "Endlich geht es wieder los", sagt Timo Glock, dessen letzter Renneinsatz am kommenden Sonntag bereits 168 Tage zurückliegen wird.
Im Gegensatz zu seinen Kollegen musste der sympathische Hesse die letzten drei Rennen der vergangenen Saison verletzungsbedingt auslassen. Doch immerhin: Die Erinnerungen an den letzten Grand Prix sind perfekt. Timo Glock kommt mit einem starken zweiten Platz aus Singapur an seinen nächsten Grand-Prix-Einsatz. Der Saisonstart findet auf der Strecke in Manama (Bahrain) statt. "Wir hoffen, dass es dort für uns noch einmal einen deutlichen Schritt vorangeht", so Glock optimistisch.
Seit Dienstag bereitet sich der Formel-1-Pilot vor Ort auf seinen ersten Renneinsatz mit Virgin Racing vor. In den Tagen vor dem Premierenrennen dieses Jahres geht es vor allem darum, sich möglichst gut an die klimatischen Bedingungen in Bahrain zu gewöhnen. "Der Temperaturunterschied zwischen Wersau und Manama ist schon riesig", beschreibt Glock. "Die Hitze sollte aber kein Problem darstellen. Ich bin fit wie ein Turnschuh."
Die Statistik des Bahrain International Circuit spricht ebenfalls für den deutschen Piloten. 2009 lag er (damals noch im Toyota) rundenlang sogar an der Spitze des gesamten Formel-1-Feldes. "Aber das war strategisch bedingt", spielt Timo die wichtigen Führungsrunden herunter. "Aber es stimmt schon: Die Strecke gefällt mir." Allerdings müssen sich alle Piloten in diesem Jahr umstellen. Erstmals wird eine längere Variante des Kurses befahren.
"Der neue Streckenteil verspricht nicht besonders viel Spannung", sagt Glock ganz offen. Durch die neue Passage wird der Manama-Kurs deutlich länger, eine Runde geht nunmehr über gut sechs Kilometer. "Ich habe mir das nicht nur anhand von Streckenskizzen angeschaut, sondern wir haben die neue Passage sogar schon bei uns im Simulator. Ich muss sagen, dass der Streckenteil leider sehr eng ist. Schade, denn ein Formel-1-Auto macht erst auf schnellen Strecken richtig Spaß."

