Timo Glock News // Timo Glock zieht trotz eines technischen Defekts am Virgin-Cosworth VR-01 eine positive Bilanz des ersten Rennwochenendes der Saison.

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Donnerstag, 18.03.2010 | 09:56

Timo in Bahrain: "Ich war erstaunt"

Timo Glock zieht trotz eines technischen Defekts am Virgin-Cosworth VR-01 eine positive Bilanz des ersten Rennwochenendes der Saison.

Es ist geschafft: Virgin Racing hat die erste Grand-Prix-Teilnahme der Formel-1-Geschichte hinter sich. Das neue britische Team um Timo Glock konnte in der Sonne von Bahrain zwar keine süßen Früchte ernten, aber dennoch viele wichtige Erkenntnisse gewinnen. Das Rennen in der Wüste war für den sympathischen Odenwälder bereits nach einem Drittel der Gesamtdistanz beendet. Glock rollte nach 16 Runden mit einem Getriebedefekt aus.

"Es fing damit an, dass der dritte Gang beim Herunterschalten nicht mehr funktionierte", beschreibt Glock. Anschließend verschlimmerte sich die Situation immer weiter: "Dann ging der Gang auch beim Hochschalten nicht mehr rein. Einige Runden weiter verabschiedete sich auch noch der fünfte Gang. Das war's dann. Ich habe in dem Moment nicht geflucht, sondern fand es nur schade. Übrigens hatte das Problem überhaupt nichts mit den Hydraulikdefekten bei den Testfahrten zu tun."

"Wir haben vielleicht nicht das passende Ergebnis eingefahren, aber es gab gute Ansätze zu sehen", freut sich der Hesse rückblickend. Der 28-Jährige hatte den Zuschauern vor Ort und an den Fernsehern bis zu seinem Ausfall eine gute Show geboten. Ein herzhafter Zweikampf mit Heikki Kovalainen sorgte für viel Spaß. "In den ersten zehn Runden haben wir eine konservative Einstellung beim Motor gehabt", erklärt Glock. "Aber als ich grünes Licht vom Team bekam, konnte ich schnell zu Heikki aufschließen."

Der kampfstarke Pilot aus Wersau ließ sich vom finnischen Kontrahenten nicht allzu lange einbremsen. "Ich war überrascht, dass ich eigentlich ziemlich locker an ihm vorbeigehen konnte. Ich war deutlich schneller. Das darf man natürlich als positives Zeichen werten", freut sich der Pilot des neuen Teams Virgin Racing. "Ohnehin muss ich sagen, dass mich unser Speed überzeugt hat. Vor allem mit vollen Tanks waren wir nicht weit von den etablierten Teams Toro Rosso und Sauber weg. Das war erstaunlich."

Die guten Ansätze wird das Team nun in die weitere Entwicklung des VR-01 einfließen lassen. Glock saß bereits am Dienstag und Mittwoch erneut im neuen Simulator des britischen Teams. "Es ging darum, ein paar Ideen aus Bahrain auszuprobieren und natürlich stand auch schon die Vorbereitung auf Australien im Fokus", erklärt der schnelle Deutsche. "Wir müssen trotz der guten Eindrücke auf dem Boden bleiben. Wir haben noch viel Arbeit vor uns."

Auf der Strecke im Albert Park in Melbourne könne sich das Kräfteverhältnis wieder ganz anders darstellen, meint Glock: "Die Strecke ist von der Charakteristik ganz anders. Man braucht dort mehr Abtrieb. Ich nehme an, dass die etablierten Teams in Bahrain im Bereich Aerodynamik nicht alles ausgepackt hatten. Es kann also sein, dass unser Abstand in Australien etwas anwächst. Aber das macht uns keinen Kummer. Wir wissen ohnehin, dass wir noch aufholen müssen. Alles andere wäre auch komisch."

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